16. Januar 2013

Studie: Womöglich Medikament gegen Taubheit gefunden

US-amerikanische Wissenschaftler hoffen, Taubheit bald medikamentös behandeln zu können.

Wie sie im Fachmagazin "Neuron" schreiben, haben sie Tests mit Mäusen durchgeführt. Dabei konnten sie nachweisen, dass ein bestimmtes Medikament die Bildung von Haarzellen im Ohr anregen kann, die für das Hören wichtig sind. Es ist der erste Beweis dafür, dass eine Regeneration des Hörsinns bei Säugetieren möglich ist - bei Vögeln können sich die Haarzellen sogar alleine neu bilden.

Im Test setzten die Wissenschaftler den Mäusen einen kleinen Verstärker in den Gehörgang ein und suchten nach elektrischer Aktivität im Hirnstamm als Reaktion auf Geräusche. Vor der Behandlung reagierten die Mäuse gar nicht - egal wie laut die Geräusche waren. Nach Behandlung mit dem Medikament stellten die Forscher bei lauten Geräuschen mit niedriger Frequenz eine elektrische Aktivität im Hirn fest.

Die Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass noch viele weitere Untersuchungen nötig sind, bevor Menschen eventuell mit diesem oder einem ähnlichen Medikament behandelt werden könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)