16. Januar 2013

Australien: Keine CO2-Zertifikate für tote Kamele

Kamele abknallen und so die Umwelt retten - diese Idee war der australischen Regierung dann offenbar doch zu radikal.

Eine Firma hatte vorgeschlagen, pro erschossenem Kamel ein CO2-Zertifikat im Wert von umgerechnet 55 Euro zu vergeben. Denn in Australien ist mit rund 750.000 Kamelen die größte Herde der Welt unterwegs. Schätzungen zufolge verdoppelt sich die Anzahl alle zehn Jahre. Für die Umwelt sind die vielen Kamele eine Belastung, weil sie durch Furzen Methangas ausstoßen.

Ein Regierungsausschuss hat den Vorschlag jetzt aber abgelehnt. Der Plan sei zu diffus, die Methode zur Feststellung der Emissionen unklar und es sei nicht gewährleistet, dass die Tiere artgerecht behandelt würden. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Zertifikate weiterverkauft würden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)