16. Januar 2013
Datenschützer sind von der geplanten neuen Facebook-Suche alles andere als begeistert.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagte der Nachrichtenagentur "dapd", die Funktion würde künftig eine "gezielte private Rasterfahndung über bestimmte Merkmale ermöglichen." Vor der Einführung müsse die Notwendigkeit einer Zustimmung durch die Nutzer geprüft werden. Caspars Kollege aus Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sagte der "Deutschen Presse-Agentur", es würden völlig unkalkulierbar auf einmal Daten ausgewertet. Das finde er überhaupt nicht toll.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte die Suchfunktion mit dem Namen "Graph Search" gestern vorgestellt. Sie soll eine erweiterte Recherche in dem Netzwerk ermöglichen - zu finden sein sollen zum Beispiel "Fotos meiner Freunde aus dem Jahr 2009" oder "Restaurants, die meinen Freunden gefallen". Freigeschaltet ist die Funktion erstmal nur für einige Facebook-Mitglieder in den USA. Nach und nach soll sie dann weltweit eingeführt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)