17. Januar 2013
Komm, lieber Mai und mache die Bäume wieder grün, und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blüh'n!
So lautet ein bekanntes Frühlingslied. Künftig müsste es vielleicht April oder März heißen. Forscher von der Universität Boston haben nämlich herausgefunden, dass zumindest die Pflanzen im Osten der USA in den vergangenen Jahren so früh geblüht haben wie nie zuvor. Grund waren sehr warme Frühlingstemperaturen. Deshalb kamen die Blüten an einer Stelle im Bundesstaat Massachusetts zum Beispiel 2012 einen Monat früher als zu Beginn der Datenerfassungen. Der Dichter und Forscher Henry Thoreau hatte am gleichen Ort schon Ende des 19. Jahrhunderts Infos zu Blütezeiten gesammelt.
Das vergangene Jahr war in den USA nach Angaben der Wetterbehörde NOAA das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Temperaturen lagen etwa 1,8 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts.
Ihre Studie haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "PLOS ONE" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)