17. Januar 2013
Wie korrekt die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist, weiß man noch nicht - die Universität Düsseldorf findet jedoch zumindest, dass sie selbst korrekt vorgegangen ist.
Das hat sie sich jetzt mit einem Gutachten bescheinigen lassen. Wissenschaftler und Politiker hatten das Verfahren kritisiert, nachdem Details aus einem internen Gutachten zur Dissertation durchgesickert waren. Darin wurde Schavan eine "leitende Täuschungsabsicht" bescheinigt. Der Bonner Wissenschaftsrechtler Klaus Gärditz schrieb jetzt in seinem Gutachten, die Philosophische Fakultät der Uni Düsseldorf habe die nötigen Prüfungen ordnungsgemäß durchgeführt. Auch die Verfahrensführung sei nicht zu beanstanden.
Die Uni Düsseldorf befasst sich seit mehreren Monaten mit Schavans Doktorarbeit aus dem Jahr 1980. Am nächsten Dienstag tritt der zuständige Fakultätsrat zusammen, um über die Einleitung eines Plagiatsverfahrens zu beraten. Die Promotionskommission hatte ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels empfohlen. Die Ministerin bestreitet jede Täuschung.
Mitteilung der Uni Düsseldorf: http://www.uni-duesseldorf.de/home/startseite/news-detailansicht/article/externer-wissenschaftsrechtler-legt-gutachten-vor.html?cHash=b9d92265e1fef4ec6bb97011752ce244
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)