17. Januar 2013

Rechtsradikale Bedrohung: Aachener Ultras äußern sich zu ihrem Rückzug

"Bei den Nazis knallen die Sektkorken." - So beschreiben ehemalige Ultras die Situation beim Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen.

Die Aachen Ultras hatten sich am Wochenende aus der Fanszene zurückgezogen. Sie wurden wiederholt bedroht von einer rechten Aachener Fangruppe, die sich "Karlsbande" nennt. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" äußern sich anonym zum ersten Mal zwei Ultras im Interview. Demnach kam es in der Vergangenheit auch zu sogenannten Hausbesuchen, bei denen Anhänger der rechten Fanszene in Wohnungen der antifaschistischen Ultras eindrangen. Der private Raum habe keinen Schutz mehr geboten.

Aus Sicht der beiden Ultras war Alemannia Aachen schon länger ein Rekrutierungsfeld der Neonazis. Viele hätten durch den Fußball den ersten Schritt in die rechte Szene gemacht.

Vorwürfe erheben sie gegen den Verein. Alemannia habe unpolitisch reagiert und sei nicht nachhaltig gegen Neonazis vorgegangen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)