17. Januar 2013

Norwegische Studie: Grippeimpfung schadet Ungeborenen nicht

Wenn sich Schwangere gegen Grippe impfen lassen, steigt damit nicht zugleich das Risiko einer Fehlgeburt.

Das haben norwegische Forscher in einer Feldstudie nachgewiesen. Sie befasst sich mit mehr als 100.000 Frauen, die während der Grippewelle 2009 schwanger wurden. Damals grassierte weltweit das H1N1-Virus. Bei den rund 26.000 geimpften Frauen fanden die Wissenschaftler keine Hinweise, dass der Wirkstoff dem Fötus geschadet hätte. Zugleich war ihr Risiko deutlich geringer, an der Grippe zu erkranken. Schwangere erleiden häufiger schwerere Verläufe der Krankheit. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass das Risiko von Schwangerschafts-Komplikationen in Norwegen allgemein sehr niedrig ist. Die norwegische Studie erscheint im "New England Journal of Medicine" (DOI: 10.156/NEJMoa1207210).

In Deutschland empfiehlt das Robert-Koch-Institut auch Schwangeren eine Impfung gegen Grippe. Weil es kein Lebend-Impfstoff sei, gefährde das das Ungeborene nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)