17. Januar 2013
"Das grenzt an Zensur."
Diese Meinung vertritt der Entwicklungspsychologe Hartmut Kasten im Zusammenhang mit Änderungen in der Kinderliteratur. In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" kritisiert der Wissenschaftler von der Universität München die Streichung von Wörtern wie "Negerkönig" oder "Chinesenmädchen" aus Kinderbuch-Klassikern wie "Pippi Langstrumpf". Dieses Konfektionieren zerstöre Phantasie und Kreativität, warnt der Psychologe. Vor dem Negerkönig fürchte sich kein Kind. Das Problem sind laut Kasten die Erwachsenen, die das hineinprojizierten. Kein Kind werde durch Bücher zum Rassisten.
Über Änderungen in Kinderbüchern wird zur Zeit diskutiert. Anlass ist die Ankündigung des Thienemann-Verlags, veraltete und politisch nicht mehr korrekte Begriffe zu entfernen - zum Beispiel in Otfried Preußlers "Die kleine Hexe".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)