17. Januar 2013
Wer auf den britischen Thron kommt, ist auch eine Frage des Glaubens.
Deshalb macht sich jetzt unter anderem Prinz Charles Sorgen im Zusammenhang mit der neuen Thronfolgeregelung. Die Neuregelung kommt nächste Woche ins Parlament. Sie sieht unter anderem vor, dass männliche und weibliche Nachkommen des Königshauses gleichgestellt werden. Das Gesetz soll es dem Thronerben außerdem erlauben, eine Katholikin oder einen Katholiken zu heiraten. Aus der Sicht von Prinz Charles sowie mehrerer Politiker und Geistlicher könnte das zum Problem werden. Der König oder die Königin ist nämlich immer auch Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England. Nach dem neuen Thronfolgegesetz könnte es theoretisch passieren, dass ein katholisch erzogener Nachkomme des Königshauses mit der Thronfolge an die Reihe kommt, ihm der Thron dann aber wegen seines Glaubens verwehrt bleibt.
Nach einem Medienbericht befürchtet Prinz Charles, dass die Regierung die unbeabsichtigten Konsequenzen des Gesetzes übersehen hat. Er mache sich außerdem Sorgen, wie sich die Neuregelung auf das Verhältnis zwischen Staat und Kirche auswirken werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)