17. Januar 2013
Auch Frauen, die unter den Achseln nicht stark riechen, nutzen in den meisten Fällen Deos.
Das ist das Ergebnis einer Studie britischer Forscher, die heute in einem Fachjournal erscheint. Untersucht wurden knapp 6.500 Frauen. Etwa zwei Prozent von ihnen besaßen eine seltene Genvariante, durch die sie unter den Armen deutlich weniger Körpergeruch produzieren. Von diesen Frauen nutzten trotzdem mehr als drei Viertel regelmäßig Deodorants. Den Wissenschaftlern zufolge tun sie das, weil sie damit sozialen und kulturellen Normen folgen. Das eröffne eine Chance, die Genetik für die Körperhygiene zu nutzen. Ein einfacher Gentest könne helfen, damit Frauen keine eigentlich überflüssigen Kosmetikprodukte mehr einkaufen.
Die Forscher weisen auf einen weiteren Indikator für starken oder schwachen Körpergeruch hin: Wer eher trockenen Ohrenschmalz produziert, besitzt wahrscheinlich auch die "geruchsneutrale" Genvariante.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)