17. Januar 2013

Seltene Erden kontaminieren Rhein

Schön wäre, wenn die Seltenen Erden wirklich überall selten wären.

Fakt ist, dass sie mittlerweile den Rhein kontaminieren. Geochemiker der privaten Bremer Jacobs University haben nachgewiesen, dass Gadolinium, Lanthan und Samarium im Fluss schwimmen. Wie sie in einem Wissenschaftsmagazin schreiben, ist der Rhein damit der Fluss, der am stärksten mit Seltenen Erden kontaminiert ist. Diese gelangen durch Industrieanlagen in den Rhein und werden später in das Grundwasser und das Meer gespült. Die Konzentration im Trinkwasser der Rheinstädte sei allerdings bislang unbedenklich.

Seltene Erden sind Hochtechnologie-Metalle, die nicht nur mit Hilfe giftiger Stoffe abgebaut werden, sondern die selbst auch giftig sein können. Verwendet werden sie zum Beispiel für Windturbinen oder moderne Elektronik, aber auch medizinisches Kontrastmittel. Laut den Wissenschaftlern ist das der Anfang einer weltweiten Entwicklung, nach der sich der steigende Verbrauch Seltener Erden im Wasser widerspiegele.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)