17. Januar 2013

Vereinfachte Bedingungen für Diamorphin-Ambulanzen

Suchterkrankte können sich hier künstliches Heroin abholen - in so genannten Diamorphin-Ambulanzen.

Bislang war fand der Aufbau dieser Ambulanzen unter erschwerten Bedingungen statt. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken hat nun die hohen Hürden herabgesetzt. So müssen etwa nicht mehr zwingend drei Ärzte angestellt werden, die dann in drei abgetrennten Räumen praktizieren. Diese Vorgaben waren kritisiert worden, weil dadurch die Gründung neuer Ambulanzen teuer und unpraktikabel wurde.

Nach einer Modellphase hatte der Bundestag 2009 beschlossen, Heroinsüchtige auf Kassenkosten in den Spezial-Ambulanzen und damit unter ärztlicher Aufsicht zu versorgen. Vier Jahre später ist die Anzahl der Einrichtungen im Vergleich zur Modellphase nicht gestiegen, obwohl der Bedarf laut Experten viel größer ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)