17. Januar 2013
In China werden täglich fast 200 Kinder entführt.
Wie die chinesischsprachige Tageszeitung "WantDaily" aus Taiwan berichtet, will der Instant-Messaging-Dienst QQ nun bei der Suche nach den vermissten Kindern helfen. Dafür hat er eine eigene Fehlerseite mit Informationen über die Kinder angelegt. Wenn Nutzer des Programms eine nicht existente Internetadresse eingeben oder wenn ein Browser-Fehler auftritt, erscheint jetzt die Fehlermeldung "404 Public Welfare". Auf dieser Webseite sind Fotos, Namen und Beschreibungen der vermissten Kinder abgebildet und der Nutzer wird um Hinweise gebeten. Außerdem gibt es einen Link für mehr Informationen und die Kontaktdaten der betreffenden Familie.
Bei den Nutzern des Messaging-Dienstes ist die neue Fehlerseite der Zeitung zufolge sehr gut angekommen. Immer mehr Eltern reichten Fotos ihrer verschollenen Kinder ein. Man kooperiere mittlerweile mit mehreren tausend Familien.
Aufgrund der Ein-Kind-Politik werden Kindesentführungen in China immer häufiger. Jungen werden meist als Söhne und Mädchen als zukünftige Bräute verkauft. Viele werden aber auch zum Betteln oder zur Prostitution gezwungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)