18. Januar 2013
In der Arktis überleben ist schon schwer genug.
Und den Tieren, denen es gelingt macht jetzt auch noch der Klimawandel zu schaffen.
Wie das Ergebnis einer norwegischen Studie zeigt, hat extremes Wetter einen großen Einfluss auf das Leben von Polarfüchsen, Mäusen und anderen Tieren auf Spitzbergen.
Norwegische Forscher der Universität Trondheim hatten Tierzählungen von der Inselgruppe aus den Jahren 1991 bis 2009 ausgewertet. Das Ergebnis: Extremes Wetter, vor allem starker Regen, der auf dem Schnee zu einer harten Eisdecke wird, erschwert den Tieren den Zugang zu den Pflanzen. Die Population der Pflanzenfresser wie Rentiere, Schneehühner und Mäuse gehen in solchen Wintern entsprechend stark zurück. Ihre natürlichen Feinde, die Polarfüchse, folgen diesem Trend erst ein Jahr später. Der Grund: Im ersten Winter können sie sich noch von den toten Rentieren auf dem Eis ernähren.
Die Studie, die in der amerikanischen Fachzeitschrift Science erschien, betrachtete erstmals den Einfluss extremer Wetterbedinungen auf ganze Nahrungsketten. Bisher wurde dies nur für einzelne Arten untersucht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)