18. Januar 2013

Ein Mond schminkt sich - Krater auf Titan schwinden

Das ist ein Mond mit Make-up!

Wie Bilder der NASA zeigen, sieht der Saturn-Mond Titan deutlich weniger pockennarbig aus als seine Brüder. Das meldet ein Wissenschaftlerteam, das Aufnahmen der Sonde Cassini ausgewertet hat.

Meist seien Tausende von Kratern aus Meteoriteneinschlägen auf den Saturnmonden zu finden - doch auf den rund 50 Prozent der Oberfläche des Titan, die man hochauflösend sehen könne, seien nur etwa sechzig Krater gezählt worden. Als Grund dafür werden wandernde Dünen aus Kohlenwasserstoff-Sand angenommen, die die Narben langsam aber stetig verdecken.

Dieses Make-up lässt den Mond übrigens nicht nur glatter, sondern auch im astronomischen Sinn jünger aussehen: Das Alter der Oberflächen wird üblicherweise geschätzt, indem man die Einschläge zählt. Es könne also sein, so die Forscher, dass die Titan-Oberfläche viel älter ist als gedacht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)