18. Januar 2013
Beim Neujahrskonzert der UNO in New York wurden bosnische Gäste aus Versehen an schlimme Zeiten erinnert.
Mehrere bosnische Organisationen in den USA und Kanada haben nun in einem Brief dagegen protestiert, dass bei der Veranstaltung ein serbischer Militärmarsch gespielt wurde. In dem Schreiben heißt es, das patriotische Stück "Marsch über die Drina" wecke Erinnerungen an die Morde während des Bosnienkrieges. Serbische Soldaten hätten es unter anderem beim Massaker in Srebrenica gesungen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon entschuldigte sich. Das Stück sei eine Zugabe gewesen und nicht Teil des offiziellen Programms. Es tue ihm leid, dass sich Menschen dadurch verletzt fühlten. Man sei sich der Bedeutung des Marsches in der Vergangenheit des Landes nicht bewusst gewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)