21. Januar 2013
Britische Studenten sind hohe Studienkosten gewohnt - aber nicht alle wollen sich das offenbar gefallen lassen.
Jetzt klagt ein Student gegen ein College der renommierten Oxford-Universität. Er wirft der Universität vor, arme Studierende zu diskriminieren. Das College verlangt von allen, die ein Aufbaustudium wie etwa einen Master beginnen wollen, dass sie finanzielle Sicherheiten nachweisen - und zwar umgerechnet 25.000 Euro. Die konnte der betroffene Student nicht aufbringen. Obwohl er für den Studienplatz zugelassen war, lehnte das College ihn daher ab. Der Student kritisiert, die Finanz-Regelung verstoße gegen Menschenrechte und diskriminiere Arme. Die Universität selbst hält dagegen, die 25.000 Euro seien nötig, um sicherzustellen, dass die Studierenden ihr Studium auf jeden Fall finanzieren können und nicht abbrechen.
Der Fall könnte richtungsweisend sein für britische Universitäten generell. Statistiken zeigen, dass die Zahl britischer Aufbaustudenten im vergangenen Jahr um acht Prozent zurückgegangen ist. Kritiker meinen, die teuren Gebühren könnten sich nur noch reiche Studenten aus dem Ausland leisten.
Über den Fall berichtet die britische Zeitung "The Telegraph".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)