21. Januar 2013
Masern gehören in einigen Ländern zu den häufigsten Infektionskrankheiten.
Wie die Viren das menschliche Immunsystem überlisten, um nicht bekämpft zu werden, haben Forscher aus München herausgefunden. Sie berichten im Fachjournal Science, dass die Viren dafür ein bestimmtes Protein herstellen. Dieses sogenannte V-Protein bindet an ein Protein des menschlichen Körpers und stört so dessen Funktion. Dadurch kann es dann nicht mehr als Sensor für Viren wirken, und die Viren können sich unbemerkt im Körper ausbreiten.
Die Wissenschaftler haben die Stelle untersucht, an der die beiden Proteine aneinander binden. Sie hoffen, dass diese Bindungsstelle in Zukunft ein Ansatzpunkt für neue Therapien sein könnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)