21. Januar 2013
Er wird weltweit zur Messung von sozialer Ungleichheit verwendet.
Die Rede ist vom Gini-Koeffizienten. Peking hat nun beschlossen, einen eigenen für die Hauptstadtregion zu veröffentlichen. Bisher wurde das Pro-Kopf-Einkommen von Stadt- und Landbevölkerung getrennt veröffentlicht, jetzt sollen sie gemeinsam ausgewiesen werden. Damit erhoffen sich die Behörden eine bessere Vergleichbarkeit der Lebensumstände. Außerdem soll auch das Einkommen von Wanderarbeitern einberechnet werden.
Vergangene Woche hatte China zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren einen offiziellen Gini-Koeffizienten veröffentlicht. Er lag erheblich über dem Wert, der als Warnsignal für soziale Unruhen gilt, weil die Lebensbedingungen so unterschiedlich sind.
In China leben Millionen von Dollar-Millionären, auf der anderen Seite haben rund 13 Prozent der Bevölkerung weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung. Dieser Wert gilt international als Armutsgrenze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)