21. Januar 2013

Bangladesch: Menschen töten Tiger laut Studie aus vielen Gründen

Tiger sind für die Bewohner der Mangrovenwälder in Bangladesch ein reales Problem.

Denn die vom Aussterben bedrohten Tiere sind Fleischfresser und greifen manchmal auch Menschen an. Die Menschen wiederum haben Angst vor den Tigern und töten sie deshalb oft. Die Gründe dafür hat jetzt ein britisches Forscherteam untersucht. Sie befragten mehrere Dorfbewohner ausführlich und führten außerdem eine Umfrage durch. Das Ergebnis: Die Angst vor Tigern war umso größer, je mehr weitere Probleme die Menschen hatten. Dazu gehörten ein niedriges Einkommen, ein Mangel an Trinkwasser und eine schlechte Infrastruktur.

Deshalb schlagen die Forscher vor, für den Tigerschutz bei den sozio-ökonomischen Faktoren der Menschen anzusetzen. Je besser es den Menschen gehe, desto weniger Tiger würden wahrscheinlich getötet.

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10745-012-9556-6

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)