21. Januar 2013

Wärmere Böden geben mehr CO2 an die Atmosphäre ab

Dass auftauende Permafrostböden in Russland für das Weltklima problematisch sind, ist schon seit Längerem bekannt.

Denn dadurch könnte CO2 freigesetzt werden, das bisher in gefrorener Biomasse festgesetzt war. Ein ähnlicher Prozess könnte auch in anderen, nicht gefrorenen Böden stattfinden. Denn wie Forscher aus der Schweiz und den USA im Fachjournal Nature Climate Change berichten, ändern sich durch die Klimaerwärmung auch die Lebensbedingungen für Mikroorganismen, die im Boden leben. Das führt einer Computersimulation zufolge zunächst dazu, dass mehr CO2 aus dem Boden freigesetzt wird. Das würde dann die Klimaerwärmung noch weiter voran treiben. Steigen die Temperaturen allerdings noch weiter, wird den Wissenschaftlern zufolge wieder weniger CO2 freigesetzt. Es entsteht also kein sich selbst immer weiter verstärkender Feedback-Mechanismus. Die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften im Erdboden würde sich aber trotzdem verändern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)