22. Januar 2013

UV-Licht öffnet Ionenkanäle in Hautzellen

Die menschliche Haut funktioniert ein kleines bisschen wie ein Auge.

In einigen spezialisierten Hautzellen gibt es nämlich einen bestimmten Lichtrezeptor, der denen in der Netzhaut des Auges ähnelt. Wenn er durch einfallendes UV-Licht aktiviert wird, stellen die Zellen das Pigment Melanin her. Dieses Pigment schützt die Haut dann vor UV-Strahlen. Forscher beschreiben in der Fachzeitschrift PNAS jetzt die molekularen Grundlagen dieses Vorgangs. Wesentlich für die Reaktion ist demnach ein winziger Ionen-Kanal in der Zellmembran. Wenn er sich öffnet und geladene Calcium-Teilchen in die Zelle strömen, wird die Melanin-Produktion angeregt. Die Wissenschaftler hoffen, die Pigmentproduktion der Haut eines Tages gezielt mit Wirkstoffen steuern zu können, um die Menschen so vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Bis auf Weiteres empfehlen sie aber Hüte, weite Kleidung und Sonnenschutzcreme.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)