22. Januar 2013

Forscher: Geoengineering in Ozeanen löst CO2-Problem nicht

Um den CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre zu reduzieren hoffen viele auf das Geoengineering.

Darunter versteht man einen technologischen Eingriff in den geochemischen Kreislauf der Erde, der zum Ziel hat, die Klimaerwärmung zu stoppen. Eine Form des Geoengineerings ist das Auflösen von silikathaltigen Gesteinspartikeln in den Ozeanen. Sie können dann mehr schädliches Kohlendioxid aufnehmen.

Forscher des Alfred-Wegener-Institus für Polar- und Meeresforschung haben von diesem Verfahren jetzt abgeraten. Im Fachmagazin "Environmental Research Letters" schreiben sie, dass dadurch Kieselalgen stärker wachsen. Ihnen zufolge ist das ein Eingriff, der nach internationalen Abkommen derzeit nicht erlaubt ist. Außerdem brauchte man laut den Wissenschaftlern riesige Mengen an silikathaltigen Gesteinspartikeln, um CO2 zu binden. Der logistische Aufwand wäre unermesslich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)