22. Januar 2013
Wäre ADHS eine Infektionskrankheit, dann wäre bald von einer Epidemie die Rede.
US-amerikanische Forscher sprechen von einem dramatischen Anstieg der Diagnose Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Störung. 2010 hätten von allen Kindern, die in ausgewählten Krankenhäusern untersucht wurden, 3,1 Prozent die Diagnose ADHS erhalten. Neun Jahre zuvor seien es noch 2,5 Prozent gewesen. In relativen Zahlen heißt das: ein Anstieg um fast ein Viertel. Das Risiko, ADHS diagnostiziert zu bekommen, sei bei Jungen deutlich höher als bei Mädchen und steige außerdem mit dem Einkommen der Eltern. Die Forscher schreiben in einem medizinischen Fachmagazin, die Gründe für diesen Anstieg seien noch nicht ausreichend erforscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)