22. Januar 2013

Mehr Pfeffersprays und Selbstverteidigungskurse nach Vergewaltigungsfall in Indien

Die Debatte um die schwere Vergewaltigung und den Tod einer jungen Frau in Indien hat zumindest schon für eines gesorgt: Eine Dose Pfefferspray befindet sich jetzt auch dort häufiger in den Handtaschen.

Kaufhäuser und Apotheken im Zentrum der Hauptstadt Delhi melden, deutlich mehr von den Abwehrsprays zu verkaufen. Die Agentur Reuters berichtet außerdem, dass viele Frauen Taxis mit Fahrerinnen riefen. Viele versuchten, früher von der Arbeit nach Hause zu gehen. Auch Anbieter von Selbstverteidigungskursen haben Hochkonjunktur. Ein Anbieter berichtet von 40 Prozent mehr Nachfragen als vor dem Vergewaltigungsfall. Meistens seien es Studentinnen oder gut ausgebildete junge Frauen, die solche Kurse buchten.

Die Behörden in Delhi versuchen die Situation für die Frauen mit mehr Polizei auf den Straßen zu verbessern. Außerdem gibt es einen 24-Stunden-Notruf für Frauen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)