22. Januar 2013
Googeln funktioniert auch in Gendatenbanken - nach einer Studie von US-Forschern lassen sich so Namen herausfinden.
Sie kommen zu dem Ergebnis, dass anonyme Gendatenbanken nicht genug Sicherheit bieten. Sie stehen frei zugänglich im Netz, damit besser nach genetischen Ursachen von Krankheiten geforscht werden kann. Von den Datensätzen sollen aber keine Rückschlüsse auf Personen möglich sein. Das Magazin Technology Review berichtet, wie die Forscher trotzdem rund 50 Menschen aus anonymen Datenbanken ermittelten: Sie fanden Gensequenzen in Verzeichnissen zur Ahnenforschung wieder und am Ende reichte der Blick in öffentliche Register. Die Forscher sprechen von etwas detektivischer Arbeit.
Sie sind aber nicht dafür, die Gendatensätze hinter Firewalls verschwinden zu lassen. Sie wollten nur auf Sicherheitslücken aufmerksam machen. Es sei besser, wenn sie von Wohlgesonnenen aufgedeckt würden.
Die Original-Studie ist im Magazin Science erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)