22. Januar 2013
Aus der türkischen Gemeinschaft in Deutschland kommen harte Vorwürfe.
Institutionen und die Gesellschaft würden immer wieder leugnen, dass es in Deutschland ein Rassismusproblem gebe, dabei sei es eines der Hauptprobleme dieses Landes. Das sagt Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland - einer von mehreren deutschtürkischen Interessensgruppen.
Bei der Vorstellung eines internationalen Berichts zu Menschenrechten erklärte Kolat, nach den NSU-Morden sei das Vertrauen der türkischen Bevölkerung in die deutschen Sicherheitsorgane völlig zerrüttet. Der Erfolg von Thilo Sarrazin zeige, dass Ausländerfeinlichkeit auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei.
Die Nichtregierungs-Organisaton "Public Union for Human Rights" attestiert Deutschland in ihrem Bericht einen allgemeinen Verfall von freiheitlichen Werten und eine Zunahme von Menschenrechtsverletzungen - dazu gehöre auch eine fehlgeschlagene Migrationspolitik und Rassimus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)