22. Januar 2013
Wenn die Eltern an Krebs erkranken, haben auch die Kinder ein größeres Risiko - selbst dann, wenn die Eltern erst sehr spät krank werden.
Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums haben die Annahme widerlegt, dass dieser Zusammenhang nur für Krebsfälle in jungen Jahren besteht. Nach Auswertung von knapp acht Millionen Einträgen aus der schwedischen Familien-Krebs-Datenbank kommen sie zu dem Schluss, dass sich das familiäre Krebsrisiko auch dann erhöht, wenn ein Elternteil erst mit 70 Jahren oder später erkrankt.
Den Forschern zufolge haben schwedische Kinder, bei deren Eltern zwischen 70 und 79 Jahren Darmkrebs diagnostiziert wurde, ein fast doppelt so hohes Risiko ebenfalls zu erkranken wie der Bevölkerungsdurchschnitt. Sie gehen davon aus, dass genetische Faktoren die Grundlage für familiär gehäufte Krebsfälle sind. Sie wollen aber noch weitere Nachforschungen zu Ernährung und Lebensstil anstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)