22. Januar 2013

Informatik-Student: Sicherheitslücke entdeckt und gemeldet - Uni-Rauswurf, aber IT-Job

Fachlich gesehen hätte dieser Student eine Eins verdient - stattdessen warf ihn seine Hochschule raus.

Der Informatik-Student Hamed Al-Khabaz hatte in der IT-Verwaltung seiner kanadischen Hochschule eine Sicherheitslücke entdeckt und gemeldet. Der Hersteller versicherte, das Loch in der Software schnell zu schließen. Das wollte der Student zwei Tage später überprüfen und griff mit einem Sicherheitstestwerkzeug auf die Website des Herstellers zu. Das wertete das Unternehmen als Cyber-Angriff - und das hatte Folgen für den Studenten. Seine Universität verhörte ihn und schloss ihn schließlich aus - wegen angeblich "unprofessionellen Verhaltens".

Die Studentenvereinigung protestierte - seine Karriere sei ruiniert, dabei habe er nur geholfen. Die Kritik hat offenbar geholfen - laut "CBC News" will die IT-Sicherheitsfirma dem Studenten nun ein Stipendium für eine Privatuni geben. Außerdem dürfe er in Teilzeit für die Firma arbeiten - logischerweise im Bereich Datensicherheit. Seine Universität will aber bei dem Rauswurf bleiben.

http://www.heise.de/security/meldung/Hochschule-wirft-Finder-schwerwiegender-Sicherheitsluecke-raus-1788800.html

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)