22. Januar 2013

EU-Zulassung für Impfstoff gegen Meningokokken Typ B

Die Krankheit ist zwar selten, kann aber schwere Folgen haben.

Meningokokken sind Bakterien, die unter anderem zu einer Hirnhautentzündung führen können. Bis zu zehn Prozent der Infektionen verlaufen tödlich. Gegen den in Europa häufigsten Typ B gab es bisher noch keine Impfung. Jetzt hat die Europäische Union einen Impfstoff zugelassen. Nach Angaben des Herstellers überprüfen die Mitgliedsländer nun, ob sie die Impfung künftig in ihre Gesundheitsprogramme aufnehmen wollen.

Nach Angaben des Nationalen Referenzzentrums an der Universität Würzburg kommt in Deutschland ungefähr ein Meningokokken-Fall auf 100.000 Einwohner - das bedeutet jährlich rund 800 Infektionen. Die Symptome ähneln meist einer Erkältung - deswegen wird sie oft nicht erkannt. Die Krankheit lässt sich mit Antibiotika behandeln, allerdings nehmen resistente Bakterien zu.

Weltweit gibt es weitere Typen der Meningokokken-Bakterien - vor allem Zentralafrika gilt als Risikogebiet. Hier gibt es jedoch bereits Impfungen, die Reisemediziner auch empfehlen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)