23. Januar 2013

Historiker: Im Fall Schavan sollte man über eine Verjährung nachdenken

Vielleicht wird jetzt auch noch ausgegraben, dass jemand in der Abiturklausur getäuscht hat.

So spitzt der Historiker Paul Nolte seine Meinung zum Fall Schavan zu. Er sagte im "Deutschlandradio Kultur", man sollte durchaus über eine Verjährung nachdenken. Natürlich habe man auch schon 1980 gewusst, was ein korrektes Zitat ist, aber Zitier- und Wissenschaftskulturen änderten sich - und das müsse man mitberücksichtigen. Nolte betonte, man könne den Fall Schavan auch nicht mit Guttenberg vergleichen - auch die Uni Düsseldorf spreche inzwischen nicht mehr von einem Plagiat, sondern von wissenschaftlichem Fehlverhalten. Dennoch solle natürlich ergebnisoffen geprüft werden, welche Fehler Schavan in ihrer Dissertation gemacht habe. Die Bundeswissenschaftsministerin bestreitet die Vorwürfe.

Hier lässt sich das komplette Interview nachhören.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)