23. Januar 2013
Der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, ist nicht nur in den USA eine Legende - sondern auch in Deutschland.
So beschreibt es der Wirtschaftsforscher Daniel Schnitzlein. Er untersuchte Langzeit-Daten über den beruflichen Erfolg. Dabei interessierte ihn, wie viel jemand im Vergleich zu seinen Geschwistern und anderen Gleichaltrigen verdient. Das Ergebnis: Beruflicher Erfolg wird stark "vererbt" - der Familienhintergrund konnte rund 40 Prozent der Unterschiede beim Arbeitseinkommen erklären. Noch stärker ist der Einfluss der Herkunft auf das Bildungsniveau - das hatten auch schon frühere Studien gezeigt, zum Beispiel im vergangenen Oktober, als die OECD deswegen Deutschland für seine Bildungspolitik kritisierte.
Die neue Studie zeigt auch, dass die Chancengleichheit in Dänemark deutlich besser ist als bei uns: Dort lassen sich nur 20 Prozent der Einkommens- und Bildungsunterschiede auf die Herkunft zurückführen, auch ein Migrationshintergrund hat dort nicht so starke Folgen wie in Deutschland.
Mehr Informationen zur Studie lassen sich im aktuellen DIW-Wochenbericht nachlesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)