24. Januar 2013
Ein katholisches Krankenhaus verweigert einem Vergewaltigungsopfer die Pille danach.
Der Fall aus Köln sorgt weiter für Diskussionen. Die Sozialdemokraten fordern nun, die Pille danach künftig auch ohne Rezept auszugeben.
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Ziegler erklärt in der "Frankfurter Rundschau", Beratung sei wichtig, aber die könne auch in einer Apotheke passieren. Zahlen aus anderen EU-Ländern zeigten: Auch wenn das Präparat frei ausgegeben werde, führe das nicht zwangläufig zu einem Missbrauch.
Dieser Ansicht ist auch die Beratungsstelle Pro Familia. Langzeitstudien zeigten, dass Frauen mit dem Mittel verantwortungsvoll umgingen. Auch seien keine schweren Nebenwirkungen bekannt geworden.
Die "Pille danach" unterdrückt den Eisprung und kann so eine Schwangerschaft verhindern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)