24. Januar 2013
Also doch alles gar nicht so schlimm mit dem Klimawandel?
Wissenschaftler, die tiefste Schichten des Grönland-Eises untersucht haben, hegen jedenfalls wieder Hoffnung. Sie glauben, dass der grönländische Eispanzer im Zuge einer künftigen Warmzeit keineswegs im Nu verschwinden werde. Dieses Schreckensszenario sei widerlegt, schreiben sie im Fachmagazin "Nature".
Die Forscher aus 14 Nationen analysierten die Zusammensetzung eines Bohrkerns, der zweieinhalb Kilometer tief ins Eis hineinreichte. Die Spitze entstand demnach in der Eem-Warmzeit vor etwa 130.000 Jahren. Damals sei es in Grönland mehrere tausend Jahre lang bis zu acht Grad wärmer gewesen als heute, das Eis aber trotzdem nie komplett geschmolzen. Den Erkenntnissen zufolge schrumpfte das Volumen des Eispanzers um maximal ein Viertel.
Die Forscher schließen daraus, dass zumindest das Grönland-Eis auf höhere Temperaturen weniger empfindlich reagiert als gedacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)