24. Januar 2013

Bildungsforscher: Deutschland darf nicht stolz sein

Ein gerechtes Bildungssystem gibt es nirgendwo auf der Welt.

Dieser Meinung ist der Bildungsforscher Ulrich Trautwein. Er sagte der "Zeit", in jedem Land entscheide die soziale Herkunft über den Schulerfolg - mal mehr und mal weniger. In Deutschland schlage das Elternhaus stärker auf den Bildungserfolg durch als anderswo. Dieser Effekt habe sich in den vergangenen Jahren etwas abgemildert - Deutschland sei jetzt zumindest nicht mehr der Weltmeister der Ungerechtigkeit. Seit dem ersten Pisa-Schock gebe es kleine Verbesserungen der Lernergebnisse schwacher Schüler. Wahrscheinlich machten sich die Anstrengungen bemerkbar, schwache Schüler besser zu fördern. Stolz sein, so Trautwein, dürften wir aber nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)