24. Januar 2013

Im Trinkwasser leben mehr Mikroorganismen als angenommen

Leitungswasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel.

Und trotzdem leben darin deutlich mehr Mikroorganismen als bisher angenommen. Die Schweizer Forschungsanstalt "eawag" hat eine neue Test-Methode entwickelt. Dabei wird das Wasser mithilfe der sogenannten Durchflusszytometrie analysiert. Zellen von Mikroorganismen im Wasser werden mit einem Fluoreszenz-Farbstoff eingefärbt und dann einzeln durch eine sehr dünne Röhre geschickt. Dort werden sie von einem Laser abgetastet und erfasst.

Bisher musste man Trinkwasser auf einen Nährstoffboden geben und nach einer gewissen Zeit die Anzahl von Bakterienkolonien zählen, um die Zell-Anzahl zu ermitteln. Die neue Methode ist nach "eawag"-Angaben seit Dezember in der Schweiz zugelassen und wird bisher auch nur dort angewendet. Ergebnis: Auch in einwandfreiem Trinkwasser leben zwischen 100 und 10.000 Zellen mehr, als man durch die herkömmlichen Bakterienkulturen feststellen konnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)