24. Januar 2013
Weibliche Mönche - das ist im thailändischen Buddhismus bisher nicht erlaubt.
Sie dürfen nur als Laienschwestern leben, eine Weihe ist für sie, anders als in Indien, nicht vorgesehen. Umso überraschter geben sich derzeit Bewohner des Ortes Bang Krathuek in der Nähe der Hauptstadt Bangkok. Wie die "Bangkok Post" schreibt, haben sie beobachtet, dass Frauen mit den traditionellen Almosenschüsseln in der Stadt unterwegs sind, und zwar in den gelben Roben der Mönche. Als Laienschwestern müssten sie eigentlich weiß tragen. Ihre Aufgabe in Tempeln ist in der Regel darauf beschränkt, Spenden zu sammeln und den Haushalt zu erledigen. Außerdem dürfen sie darauf hoffen, in einem künftigen Leben als Mann wiedergeboren zu werden.
Ob die vermeintlichen Mönchsfrauen in Bang Krathuek politische Ziele verfolgen, ist noch unklar. Der Zeitung zufolge war einigen Bewohnern ohnehin entgangen, dass es sich überhaupt um Frauen handelte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)