25. Januar 2013

Plastik-Weichmacher kann Gesundheit bis in Urenkel-Generation schädigen

Sie ist ein Bestandteil von Plastik - und kann krank machen.

Die Kunststoffchemikalie Bisphenol A hat in einem Versuch von US-Forschern bei schwangeren Ratten schwere gesundheitliche Schäden ausgelöst. Betroffen waren allerdings nicht nur die Muttertiere und deren Kinder. Wie die Forscher im Fachmagazin "PLOS ONE" berichten, gab es Probleme bis in die dritte Generation. Noch bei den Urenkeln fanden sich veränderte Pubertätszeitpunkte, Hoden-Erkrankungen und Fettleibigkeit.

Die Vererbung der Belastung erfolgt der Studie zufolge über die Väter, und zwar über so genannte epigenetische Veränderungen im Spermium. Bestimmte Gene werden dabei durch Umwelteinflüsse ausgeschaltet.

Bisphenol A findet man unter anderem in bestimmtem Plastikgeschirr. Bis zu einem Verbot 2011 wurde der Stoff in Deutschland auch in der Produktion von Babyflaschen eingesetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)