25. Januar 2013

Forscher: Veränderungen im Hirn führen dazu, dass Magersüchtige sich dick finden

Dass Magersüchtige eine verzerrte Körperwahrnehmung haben, ist bereits bekannt.

Forscher der Universität Bochum wollten nun wissen, wie diese Wahrnehmung mit veränderten Strukturen und Funktionen des Gehirns zusammenhängen könnte.

Dazu untersuchten sie magersüchtige Frauen und eine Kontrollgruppe gesunder Probandinnen im Kernspintomographen und ließen sie Silouetten von Körpern im Vergleich zum eigenen Aussehen beurteilen. Das Ergebnis: Zwei Hirnregionen, die für die Verarbeitung der Körperbilder eine Rolle spielen, waren bei den magersüchtigen Frauen deutlich schwächer vernetzt. Und: Je schlechter die Verbindungen waren, desto größer waren die Fehler bei der Einschätzung. Die Frauen fanden sich dick, obwohl sie objektiv untergewichtig waren.

Die Ergebnisse könnten nach Angaben der Forscher zusammen mit früheren Studien Aufschluss darüber geben, wie Magersucht entsteht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)