25. Januar 2013
Es ist ein Embargo mit Nebenwirkungen.
Wie die Medizinerzeitschrift "The Lancet" berichtet, werden im Iran wegen der internationalen Sanktionen die Medikamente knapp.
In dem Artikel kommt ein Arzt zu Wort, der erzählt, dass vielen ärmeren Patienten für lebenswichtige Arzneien das Geld fehle. Zwar seien humanitäre Güter wie Medikamente von den Lieferbeschränkungen ausgenommen, heißt es weiter. Doch die im Vergleich zum Dollar schwache Landeswährung und die Abneigung von ausländischen Firmen, mit dem Iran in Zusammenhang gebracht zu werden, hätten die Preise in die Höhe getrieben.
Iran stellt laut dem Bericht inzwischen 90 Prozent seines Bedarfs an Medikamenten selbst her. Doch auch der heimische Markt sei in der Krise: Die Pharmafirmen könnten Zutaten nur schwer im Ausland einkaufen, weil die Transportkosten durch das Embargo extrem gestiegen seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)