25. Januar 2013
Ein Zufallsfund bei alten Stasi-Unterlagen hat möglicherweise Folgen für ehemalige DDR-Bürger.
Es geht um Unterlagen, von denen im Zweifel Rentenansprüche abgeleitet werden könnten. Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Mecklenburg-Vorpommern berichtet von Papieren über eine Stasi-Richtlinie. Diese war bisher nicht bekannt - die Unterlagen seien bei Forschungen zur innerdeutschen Grenze aufgetaucht.
Darin gehe es um Vorschriften für Menschen, die die DDR verlassen wollten - im DDR-Deutsch von damals "Ausreisewillige". Sie wurden demnach gezwungen, ihren Job zu kündigen - aber ohne, dass in der Kündigung ein Zusammenhang mit ihrer Ausreise auftaucht.
Betroffene seien dadurch oft jahrelang arbeitslos gewesen oder hätten schlecht bezahlte Jobs annehmen müssen. Diese Jahre hätten sich vor allem auf ihre Rentenansprüche ausgewirkt. Bisher soll es aber nichts gegeben haben, um das zu beweisen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)