25. Januar 2013
Ein neuer Star-Wars-, Twilight- oder Superheldenfilm im Kino ist in der Regel auch am Spielzeug-Regal zu erkennen: Merchandising mit Actionfiguren gehört dazu.
Bei Quentin Tarantinos Sklavereifilm "Django Unchained" ging das zu weit - zumindest für den Internethändler Ebay. Er hat mehrere Puppen zum Film aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben des Unternehmens verstoßen sie gegen die Regeln des Internetauktionshauses. Diese verböten den Verkauf von Produkten mit einer "intoleranten Einstellung zu Religion, sexueller Orientierung, Rasse oder ethnischem Hintergrund".
Die Puppen stellten unter anderem den Kopfgeldjäger Dr. Schultz und den freigelassenen Sklaven Django dar. US-Medien berichten, dass die Filmproduktionsfirma wegen der Puppen schon Protestschreiben von Bürgerrechtlern erhalten hatte. Die Produktion wurde daraufhin gestoppt - die wenigen Puppen auf dem Markt sollen dann zu hohen Preisen bei Ebay gehandelt worden sein.
Der Film "Django Unchained" ist wegen seiner Gewaltszenen sowie der Darstellung der Sklaverei umstritten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)