25. Januar 2013
Der Meeresspiegel steigt, das ist klar.
Inwieweit Flüsse an Land dazu beitragen, war bis jetzt aber nicht so klar. Der Geodät Jürgen Kusche von der Uni Bonn erklärte dem Portal "Innovations-Report", dass es seit Jahren eine Kontroverse darüber gibt, ob Kontinente mit ihren Flüssen, Seen und wasserhaltigen Bodenschichten zu den steigenden Pegeln beitragen oder nicht. Durch Luftverschmutzung würden zum Beispiel mehr Niederschläge ausgelöst, die im Endeffekt im Meer landeten. Staudämme bremsten die Wassermenge aber wiederum.
Ein Forscherteam der Uni Bonn hat jetzt mithilfe von Satelliten die Summe der Abflüsse von der Erde ins Meer berechnet. Das Ergebnis: Der Zufluss vom Land ins Meer hat nimmt ab. Der Anstieg der Weltmeere wird dadurch im Jahr um 0,2 Millimeter gebremst.
Für den Anstieg der Ozeane sind vor allem schmelzende Gletscher und Eisschilde verantwortlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)