25. Januar 2013
Guter Journalismus kostet - genauso wie gute Ärzte oder gute Lehrer.
Dieser Auffassung ist der Schweizer Medienwissenschaftler Kurt Imhof. Bei einer Fachtagung in Freiburg sagte er, fehlender Informationsjournalismus gefährde in vielen westeuropäischen Staaten die Demokratie. Immer mehr Medienunternehmen würden unter rigidem Spardruck die Strukturen zerstören, die für Qualitätsjournalismus nötig seien. Fachressorts und Korrespondenten-Netzwerke würden abgebaut. Stattdessen gebe es immer mehr Journalisten, die für alles zuständig sein sollten.
Die deutschen Medien sind nach Ansicht von Imhof dabei, ihre konstitutive Funktion für eine funktionierende Demokratie zu verspielen - meistens aus Kostengründen. Imhof schlägt deshalb neue Finanzierungsmodelle für Medien vor - mit staatsfernen Stiftungen zum Beispiel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)