28. Januar 2013

Diane-35: Frankreich untersucht Todesfälle im Zusammenhang mit Bayer-Pille

Die Pille soll gegen Akne helfen und wird auch als Verhütungsmittel eingesetzt:

Diane-35 vom deutschen Bayer-Konzern steht in Frankreich in der Kritik: Die Gesundheitsbehörde dort untersucht mögliche tödliche Folgen der Pille.

Das Präparat wird in mindestens 116 Ländern verkauft. Ein Sprecher der Pariser Behörde erklärte, vier Todesfälle in den vergangenen 25 Jahren würden auf die Einnahme von Diane-35 zurückgeführt. Die betroffenen Frauen seien an Thrombosen gestorben. Bayer reagierte auf die Kritik mit dem Hinweis, dass im Beipackzettel deutlich auf das Risiko einer Thrombose hingewiesen werde.

Hormonpillen zur Empfängnisverhütung werden schon länger wegen des damit verbundenen Thrombose-Risikos kritisiert. Die dabei entstehenden Blutgerinnsel sind zwar nicht zwangsläufig gefährlich, sie können aber in die Lunge oder ins Gehirn wandern und dort lebensgefährliche Embolien oder Schlaganfälle auslösen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)