28. Januar 2013

Abwärme von Großstädten beeinflusst möglicherweise das Klima weltweit

Wenn die Menschen in Europa und Nordamerika heizen, wird es auf Dauer auch in Russland, Asien und Kanada warm.

Das vermuten US-Forscher, die den Energieverbrauch in Städten erstmals in ein gängiges Klimamodell umgesetzt haben. Im Fachblatt "Nature Climate Change" formulieren sie die Theorie, dass die Abwärme großer Städte auch bei der globalen Erwärmung eine Rolle spiele. Möglicherweise sei sie für bisher ungeklärte regionale Temperaturtrends verantwortlich.

Die Forscher aus San Diego simulierten, wie sich das Klima in hundert Jahren entwickelt, wenn man die Abwärme in Ballungsräumen in die Berechnungen einfließen lässt. Die globale Durchschnittstemperatur änderte sich kaum. In Russland, Nordasien und im Süden wurden die Winter jedoch um bis zu ein Grad wärmer.

Die Forscher erklären sich das mit dem Einfluss der Abwärme auf Druckverhältnisse und Windströme. Das verändere auch das Klima in tausenden Kilometern Entfernung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)