28. Januar 2013
Die Zeit, in der man glaubte, Mikrokredite würden die Welt retten, sind vorbei.
Das Angebot ist in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass sich eine große Zahl von Kreditnehmern in armen Ländern überschuldet und einige deshalb sogar Selbstmord begangen hatten. Wiebke Bartz von der Frankfurt School of Finance and Management ist trotzdem von der Mikrofinanzierung überzeugt. Die Doktorandin sagt im aktuellen Chrismon-Magazin: Mikrokredite seien kein Allheilmittel, aber sie würden den Menschen helfen, besser in Armut zurecht zu kommen. So könnten sich Eltern mit einem kleinen Betrag von zum Beispiel 100 US-Dollar ein Medikament für ihr krankes Kind leisten. Positive Beispiele hat die Wissenschaftlerin auch in Ghana gefunden: Dort würden die Rückzahlungsraten an die 100 Prozent reichen, wie in Deutschland. Damit das System funktioniere, müssten die Kreditnehmer in erster Linie gut begleitet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)