28. Januar 2013
Zum Schluss noch unsere Rubrik "Spruchreif", in der wir den Schriftsteller Franz Kafka zu Wort kommen lassen:
"Das eigentlich charakteristische dieser Welt ist ihre Vergänglichkeit."
Eine eher pessimistische Weltsicht ist man von Franz Kafka ja gewohnt. In seinen Erzählungen und Romanen lässt er viele seiner Figuren scheitern oder nach etwas streben, was sie nicht erreichen können. Und er beschreibt die Ereignisse - so unglaublich sie auch sein mögen - in sehr klarer Sprache. Man denke nur an den ersten Satz seiner Erzählung "Die Verwandlung": "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt." Ebenso nüchtern liest sich sein Gedanke über die Vergänglichkeit. Zu Interpretationen dieses Motivs wird - wie fast immer bei Kafka - sein Lebenslauf herangezogen, was unsere Sendezeit an dieser Stelle allerdings sprengen dürfte. Die ist nämlich ebenfalls vergänglich - und für jetzt erstmal vorbei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)