28. Januar 2013
Waldbrände sind nicht nur gefährlich, sondern auch gesundheitsschädlich.
Wie genau, das war bisher aber nur schwer zu sagen. Behörden haben immer nur die Menschen gezählt, die deswegen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Parallel werden oft auch Feinstaub-Werte gemessen, aber wie es den Anwohnern genau erging, blieb lange im Unklaren.
Forscher aus British Columbia in Kanada haben deshalb eine neue Idee verfolgt: Sie untersuchten während und nach Waldbränden in ihrem Bundesstaat, ob bestimmte Medikamente häufiger als sonst gekauft wurden. Im Fachblatt "Environmental Health" kommen sie zum Schluss: Selbst ein geringer Anstieg der Rauch-Konzentration führt dazu, dass Apotheken mehr Salbutamol-haltige Medikamente verkaufen. Das Mittel hilft gegen Asthma und chronische Lungenkrankheiten.
Die kanadischen Forscher wollen die offen zugänglichen Daten zum Medikamenten-Konsum jetzt auch für andere Studien nutzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)