28. Januar 2013

Mali: Kriegsreporter beklagen Einschränkungen durch französische Armee

Aus Mali werden Erfolge am laufenden Band verkündet, französische und malische Soldaten nehmen angeblich eine Stadt nach der anderen in atemberaubenden Tempo ein.

Was an der Front aber tatsächlich passiert, lässt sich von unabhängiger Seite nur schwer überprüfen. Die Journalisten-Organisation "Reporter ohne Grenzen" kritisiert, dass Journalisten der Zugang zum Kampfgebiet verwehrt werde. Die französische Armee sei diesmal strenger als in anderen Krisenregionen, beispielsweise in Afghanistan.

Das französische Verteidigungsministerium weist das zurück. In den vergangenen zehn Tagen seien 150 eingebettete Journalisten zugelassen worden. Dass Berichte vom Militär an die Presse sorgfältig ausgewählt sind und die Sicht der Streitkräfte widerspiegeln, wird nicht bestritten: Das sei doch schon seit 40 Jahren so, heißt es.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)